Gabe


Gabe

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Ga|be ['ga:bə], die; -, -n:
1.
a) etwas, was man jmdm. als Geschenk, Aufmerksamkeit überreicht, gibt:
er verteilte die Gaben; die Gaben unter den Christbaum legen; jmdm. etwas als Gabe mitbringen.
Syn.: Mitbringsel (fam.), Präsent (bildungsspr.).
Zus.: Weihnachtsgabe.
b) etwas, was jmd. einem Bedürftigen gibt; Almosen:
eine milde Gabe; um eine kleine Gabe bitten.
2. jmds. [als Vorzug betrachtete, über das Übliche hinausgehende] Befähigung zu etwas:
er hat die Gabe des spannenden Erzählens, des Zuhörens.
Zus.: Auffassungsgabe, Beobachtungsgabe, Kombinationsgabe, Rednergabe.

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Ga|be 〈f. 19
1. etwas, das gegeben wird, Geschenk (Opfer\Gabe, Weihnachts\Gabe)
2. Arzneimenge, Dosis
3. 〈fig.〉 Fähigkeit, Anlage, Veranlagung, Begabung
● er hat (nicht) die \Gabe, sich beliebt zu machen; die \Gabe der Dichtkunst, des Gesanges, der Rede; reiche, große \Gaben haben; milde \Gabe; bei deinen \Gaben könntest du viel mehr leisten; um eine milde \Gabe bitten; zweimal tägl. eine \Gabe von Lebertran reichen [<mhd. gabe;geben]

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Ga|be , die; -, -n [mhd. gābe, zu geben]:
1. (geh.)
a) etw., was jmdm. als Geschenk, als Aufmerksamkeit überreicht, zuteilwird:
die -n unter den Christbaum legen;
jmdm. eine G., etw. als G. mitbringen;
b) etw., was jmd. einem Bedürftigen gibt; Almosen (1); Spende:
eine milde G.;
um eine kleine G. bitten.
2. in jmdm. angelegte ungewöhnliche Befähigung, Begabung für etw.:
seine -n verkümmern lassen;
er hat die G. des Erzählens;
(iron.:) du hast die G., überall anzuecken;
ein Mensch mit glänzenden -n.
3. (Fachspr.)
a) <o. Pl.> das Verabreichen, Verabreichung (eines Medikaments);
b) bestimmte, auf einmal verabreichte Menge eines Medikaments; Dosis.
4. (schweiz.) Gewinn (bei Lotterien, Schießsportveranstaltungen u. beim Kegeln).

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I
Gabe,
 
Religionswissenschaft: aus ethischen und religiösen Motiven entrichtetes Geschenk an eine Gottheit, ein übernatürliches Wesen, einen Menschen oder eine Gemeinschaft. Zu den Gaben zählen die Almosen (im Islam als Armensteuer, Zakat), das kulturelle Opfer, u. a. das Opfer der ersten Früchte einer Ernte oder des erstgeborenen Viehs (Erstlinge), des zehnten Teiles von Besitz oder Gütern (Zehnt). Religiöse und sozialökonomische Motive können miteinander verknüpft sein, so etwa im Verdienstfest bei den Nordwestküstenindianern der USA (Potlatch).
II
Gạbe,
 
Dora Petrowa, bulgarische Schriftstellerin, * Charmanlak (heute Dabownik, Bezirk Tolbuchin) 28. 8. 1888, ✝ Sofia 16. 2. 1983; begann mit intimer Lyrik, wandte sich später weltanschaulichen Problemen zu; Neigung zum Heroischen im Poem »Vela« (1946); bedeutende Kinderbuchautorin; Übersetzungen aus dem Polnischen.
 
Weitere Werke: Lyrik: Liričeski pesni (1908); Počakaj, slănce (1967); Sgăstena tišina (1973); Glăbini (1976).
 
Biographie: Majka Paraškeva (1971; deutsch Mutter Paraschkeva).
 
 
T. Dąbek: Twórczość przekładowa D. G. (Breslau 1969);
 S. Kolarov: D. G. (Sofia 1980).

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Ga|be, die; -, -n [mhd. gābe, zu ↑geben]: 1. (geh.) a) etw., was jmdm. als Geschenk, als Aufmerksamkeit überreicht, zuteil wird: die -n unter den Christbaum legen; jmdm. eine G., etw. als G. mitbringen; Speise und Trank sind -n Gottes (Remarque, Obelisk 79); der Bechertrost, ... man lernt die G. des Bacchus schätzen (Th. Mann, Krull 272); b) etw., was jmd. einem Bedürftigen gibt, ↑Almosen (1); Spende: eine milde G.; um eine kleine G. bitten. 2. in jmdm. angelegte ungewöhnliche Befähigung, Begabung für etw.: Man ... vermutete einen Menschen in ihm, dem die G. der Heilung ... gegeben war (Langgässer, Siegel 590); Höflichkeit sei eine G. des Herzens und könne weder gelehrt noch gelernt werden (Bergengruen, Rittmeisterin 327); seine -n verkümmern lassen; er hat die G. des Erzählens; (iron.:) du hast die G., überall anzuecken; ein Mensch mit glänzenden -n; was hast du mit deinen -n gemacht? (Strauß, Niemand 193); ein gewisser O'Hara, ein noch junger Mann von großen -n (Brecht, Groschen 125). 3. (Fachspr.) a) <o. Pl.> das Verabreichen, Verabreichung (eines Medikaments); b) bestimmte, auf einmal verabreichte Menge eines Medikaments; Dosis. 4. (schweiz.) Gewinn (bei Lotterien, Schießsportveranstaltungen u. beim Kegeln).

Universal-Lexikon. 2012.

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  • Gabe — Gabe …   Deutsch Wörterbuch

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  • gäbe — Adj (nur noch in gang und gäbe) std. phras. Phraseologismus(12. Jh.), mhd. gæbe, mndd. geve, mndl. gave, gheve Stammwort. Afr. jēve, gēbe, anord. gæfr gut, tüchtig, annehmbar, dienlich . Eigentlich Adjektiv der Möglichkeit zu geben, also was… …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

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  • Gabe — Gabe, 1) was von Jemandem gegeben wird, od. Jemandem gegeben ist, so auch von Naturanlagen gesagt Gaben der Natur, Geistesgaben; 2) (Med.), so v.w. Dosis …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Gäbe — Gäbe, S. Gebe …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Gabe — ↑Almosen …   Das große Fremdwörterbuch

  • Gabe — masc. proper name, usually short for GABRIEL (Cf. Gabriel) …   Etymology dictionary

  • Gabe — 1. Alle gute Gabe kommt von oben. – Jac. 1, 17; Schulze, 285; Simrock, 2973; Eiselein, 201. 2. Auss einer gab werden zwo, gibstus bald. – Franck, II, 138b; Lehmann, II, 31, 62; Henisch, 1328. It.: Chi da presto raddoppia il dono. 3. Behende und… …   Deutsches Sprichwörter-Lexikon


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